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FAMILIENWEIHNACHTSFEST
Am
Heiligen Abend luden wir alle fast
50 Kinder unseres Patenschaftsprogramms
und diejenigen, die für uns arbeiten,
zu einem besonderen Weihnachtsessen von Huhn,
Pommes und einem Getränk in unser Zentrum
ein. Aufgrund der momentanen Benzinkrise war der Preis
dieses Essens sehr stark gestiegen, doch für die
meisten von ihnen ist es das einzige Mal im Jahr, dass
sie so ein besonderes Essen bekommen und sie haben es
sehr genossen. Dieses Jahr kamen nicht nur erwachsen
gewordene Kinder dazu, sondern auch zwei der
Pastoren, die Paul in den Dörfern ausgebildet hat,
was zum ersten Mal der Fall war. Nach dem Essen bekam
jedes Kind ein Geschenksackerl im Namen ihrer
Paten - Schulsachen, Hygieneartikel und Süßigkeiten.

KINDERWEIHNACHTSFEST
Am
Christtag waren alle Kinder
auf der Straße und in der Nachbarschaft
zu einem Fest in unserem Zentrum eingeladen. Pauls älterer
Bruder, der für die Polizei arbeitet, schickte
uns ein paar Polizisten, um unser Zentrum während
dieser besonderen Veranstaltung zu schützen.
Die Kinder begannen sich schon früh am Morgen vor
unserem Tor anzustellen, und dann öffnete es sich,
damit sie hineinkommen konnten. Jedes Kind bekam eine
Nummer, mit der sie später ihr Geschenk abholgen
konnten. Etwa 2000 Kinder kamen - und
später, als die Party vorbei war, kamen immer noch
mehr.

Zuerst
spielte Paul ein paar Spiele mit ihnen,
bis es einen Gewinner gab. Dann gingen alle in den Saal
hinein, wo Paul ein paar flotte Lobpreislieder
mit ihnen sang. Als nächsten erzählte
er ihnen das Evangelium, vom Anfang
bis zum Ende, und stellte ihnen Fragen um zu sehen,
ob sie gut zugehört hatten. Er endete mit einem
Übergabegebet, damit sie Jesus
als ihren Herrn und Erretter annehmen konnten. Dann
war es an der Zeit, die Geschenke zu verteilen.
Paul und unsere Kinder verteilten alle Schuhe,
die Kleidung und die Getränke auf dem
Boden in unserem Saal, dann kamen sie einer nach dem
anderen in der Reihenfolge ihrer Nummer, die sie am
Eingang bekommen hatten, herein. Wir verteilten 300
Paar Schuhe, 930 Kleidungsstücke und 377 Getränke.
Als das Mittagessen fertig war, setzten sich die Kinder,
die noch da waren, zu unserem Weihnachtsessen
hin.

Später
am Nachmittag kamen Eltern aus der Nachbarschaft,
um mit Paul zu reden und ihm von ganzem Herzen zu danken.
Immer wieder hörte er von ihnen, dass sie ihre
Jobs aufgrund der Benzinkrise verloren hätten,
weshalb sie nicht einmal mehr genug Geld hätten,
ihre Kinder zu ernähren, wodurch ein neues Kleidungsstück
ein Luxusartikel geworden ist. Vielen herzlichen
Dank an alle von euch, die uns geholfen haben,
diese Geschenke zu kaufen, die nicht nur im Natürlichen
etwas bewirkt haben, sondern auch im
Geistlichen viel Eindruck gemacht haben.

WEIHNACHTEN
IM DORF
Letzten
Sonntag fuhr Paul unangekündigt ins Dorf
Dara, um dort sehr benötigte Weihnachtsgeschenke
zu verteilen. Warum unangekündigt? Aus dem einfachen
Grund, damit die Dschihadisten keine
Pläne die Verteilung anzugreifen machen konnten.
Am Vorabend rief Paul den Dorfchef und den Schuldirektor
von Dara an, um sie wissen zu lassen, dass wir am nächsten
Morgen kommen würden. Obwohl es spät war,
verbreitete sich die Nachricht sorfot, und um
2 Uhr morgens begannen sich die Leute in der
Kälte dafür anzustellen.

Paul
und sein Team kamen auch früh an und begannen gleich
damit, alle Schuhe und Kleidungstücke auf
dem Boden des Klassenzimmers zu verteilen.
Immer mehr Kinder stellten sich draußen an. Dann
predigte er ihnen das Evangelium und
betete ein Übergabegebet mit ihnen.
Anschließend begannen sie einer nach dem anderen
hineinzukommen, um sich auszusuchen, was sie wollten.
1300 Paar Schuhe und 500 Kleidungsstücke
wurden verteilt. Der Händler, wo wir die
immer kaufen, war so nett uns zu erlauben, dass wir
ihn erst später bezahlen, da wir
zu dem Zeitpunkt nicht das Geld hatten. Wenn ihr uns
also helfen wollt diese Rechnung zu bezahlen, wären
wir sehr dankbar. 1800 Kinder, die
nichts haben, bekamen Kleidung und Schuhe, die sich
ihre Eltern nicht leisten können und hörten
das Evangelium, sowie hatten die Gelegenheit ein Leben
mit Jesus anzufangen.

Während
die Verteilung vor sich ging, griffen Dschihadisten
eine Regierungseinrichtung in nur 3 Kilometer
Entfernung an und
töteten 3 Mitarbeiter und enführten
einen. Wir danken Gott für seine Bewahrung
von Paul und den Menschen in Dara.
KURZNACHRICHTEN
- Täglicher
Blog - Wenn ihr nicht auf Facebook seid, aber trotzdem
meine (fast) täglichen Updates über
unser Leben (mit den Drillingen), inklusive Fotos, sehen wollt
(auf Englisch), dann könnt ihr das auf unserer Webseite tun.
Geht zu https://h2tni.org/blog/.
- Finanzen
- Im Jänner haben wir große Rechnungen
zu bezahlen, die wir nur einmal im Jahr haben, und auch die nächste
Schulgeldrate ist fällig. Außerdem
werden unsere monatlichen Ausgaben für Mitarbeiter steigen,
da Paul fast damit fertig ist alle Auflagen des Gerichtsurteils
letztes Jahr umzusetzen. Und dann sind
da noch die Schuhe und die Kleidung, die wir
im Dorf verteilt haben und die noch nicht bezahlt sind. Wir ihr
seht, wird jede Spende gut eingesetzt. Vielen Dank.
Baby
Djenebou - Djenebous Mutter starb gleich
nach ihrer Geburt. Der Vater war schon länger weg, weshalb
die Großmutter die einzige war, die sich
um sie kümmern konnte, doch sie hatte keinerlei finanzielle
Mittel dafür. Und so haben wir Djenebou in unser
Patenschaftsprogramm aufgenommen und geben ihr die Babymilch,
die sie braucht.
- Maymouna
- Letzten Sommer hatte ein Sturm ihr Haus zerstört,
während Gott sie und ihre Kinder beschützt hat. Dank
eurer Spenden konnten wir ihr die Miete eines Hauses bezahlen
bis die Mitglieder unserer Gemeinde dort in der Lage waren ihr
Haus wieder fertig aufzubauen. Sie ist nun in ihr neues Zuhause
übersiedelt.

- Drillinge
- Die Kinder haben ihre Weihnachtsferien
und die Pause von allen Aktivitäten genossen. Doch nun steht
der Beginn der 16. Woche in der Schule bevor.
Bald werden sie ihr erstes Zeugnis bekommen.
- Situation
in Mali - Die Dschihadisten greifen weiterhin
Treibstofftransporte an, weshalb Benzin immer noch fast
5€ pro Liter kostet. Alle anderen Preise sind auch
hinaufgegangen. Die Angriffe finden nun ständig und auch
in der Nähe der Haupstadt statt, doch die
Regierung ist machtlos und nimmt jeden fest, der sich gegen sie
ausspricht.
- Sommerpläne
- Wir hatten geplant die Sommerferien wieder
in Amerika zu verbringen, doch momentan haben wir das
Problem, dass weder ich noch Randy autofahren können. Ich
habe seit der Geburt der Drillinge ein Schielproblem
mit meinen Augen, weshalb ich Doppelbilder sehe und Distanzen
nicht richtig abschätzen kann. Und Randy hat grauen
Star und weigert sich sich operieren zu lassen. Vielen
Dank für eure Gebete.
- Schüler
gesucht - Leider ist die Schule viel teurer
als der Kindergarten, und das Institut, wo ich unterrichte, hat
weiter verringert, was sie ihren Lehrern bezahlen.
Und so suche ich mehr private Schüler. Falls ihr jemanden
kennt, der einen Lehrer oder Nachhilfelehrer für Englisch
(auch Business English), Deutsch oder Französisch,
Kinder oder Erwachsene sucht, dann gebt es bitte weiter. Da ich
online mit Zoom unterrichte,
können die Schüler überall in der Welt sein.

- Malischer
Leiter Paul - Bitte betet für Paul,
der die volle Last der Arbeit in Mali auf seinen Schultern trägt.
Betet auch
für seine Sicherheit, da er ständig
unterwegs ist.
Paul and his family are about to move to our center to
be safe - as soon as he's sorted out the situation with his kids'
school transfer.
Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde beständig im Gebet bleibt.
Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche,
eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott. Betet besonders
für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen,
damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig
vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber. So soll
es sein, und so gefällt es Gott, unserem Retter.
(1
Tim 2,1-3)
Im
Vertrauen auf IHN!
Claudia (& Randy) |

Jänner 2022
Stehend von links: Randy mit Sammy, Claudia mit Tammy, Paul mit
Emmy, Amadou, Hama, Yacouba, Fanta mit Amaga
Sitzend von links: Bakary, Moussa, Sarata, Jonathan, Sanaba, Esther

orange
- monatliche Unterstützung, rot - benötigte Unterstützung
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